Pfauenfenster - Baktapur/Nepal Monika's Homepage  
 
 
 
 
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Logo der Obermain-Frankenwald-Tour Radtour in Oberfranken mit Claudia Ostern 2003 Logo der Main-Coburg-Tour
   

Da im April in den Alpen mit Wandern wenig möglich ist und ich mit Skitouren nicht auf Du und Du stehe, bin ich an Ostern mit Claudia 4 Tage lang in Oberfranken geradelt.
Die Anregung für die Radltour haben wir aus der ADFC-Mitgliederzeitschrift. Ausserdem findet sich auf der Webpage des ADFC Bayerns ein entsprechencer Link auf die Radtouren in Oberfranken.. Wir haben uns die Tourenbeschreibungen schicken lassen und aus der Obermain-Frankenwald-Tour und der Main-Coburg-Tour eine schöne 4-Tages-Tour zusammengestellt.
Wir haben die Obermain-Frankenwald-Tour in Bayreuth begonnen sind jeweils der beschriebenen Fahrtrichtung gefolgt, sind der Tour über Kronach und Steinbach am Wald (Rennsteig) nach Marktrodach gefolgt, sind von dort aus wiederum nach Kronach gefahren und anschließend der Main-Coburg-Tour über Neustadt bei Coburg und Coburg (Abkürzung von Rödental nach Coburg) nach Bamberg gefolgt.

   

Am Karfreitag sind wir morgens mit Regionalzügen nach Bayreuth gefahren (Umsteigen in Nürnberg). In Bayreuth haben wir nach Rückfrage am Bahnhof sofort den Radweg gefunden und sind im Tal des Roten Mains nach Neudrossenfeld gefahren, wo wir erstmal Brotzeit gemacht haben. Nach Neudrossenfeld geht es bergauf/bergab, aber ohne Schwierigkeiten mal auf alten Landstraßen, geteerten Radwegen oder auch Forst- und Waldwegen durch schöne, kleine Dörfer zu unserem Tagesziel Weismain, ca. 55 km, knapp 4 Std. Fahrzeit.
Wir hatten zwar größtenteils noch Sonnenschein, bei den Fahrten auf der Hochebene hinter Sanspareil (Felsengarten) wehte jedoch ein eiskalter Wind. In Weismain haben wir sehr nett im Gasthof "Zur Krone" übernachtet und zu Abend gegessen.

Erste Rast in Neudrossenfeld
Im Felsengarten von Sans Pareil
Der Felsengarten von Sans Pareil
Ohne Zweifel eine Gegend für Radl ... Der Weg führt über die Dörfer ...
   

Am nächsten Morgen hatte sich der Wetterbericht leider mal wieder bewahrheitet ... es regnete. Wir hatten uns jedoch vorgenommen, auf alle Fälle die 30 km bis Kronach zu fahren. Pünktlich um 10 Uhr, als wir starteten, hörte es auf zu regnen. Über Altenkunstadt sind wir auf einem schönen Waldweg Richtung Hochstadt gefahren. Anschließend sind wir auf dem landschaftlich nicht besonders interessanten Teilstück im Rodachtal nach Kronach gefahren - vielleicht konnten wir es auch wegen des Gegenwinds nicht so recht geniessen ... In Kronach haben wir zu Mittag gegessen und da teilweise sogar die Sonne zu sehen war, beschlossen wir, Richtung Steinbach am Wald, unserem ursprünglich geplanten Tageszeil, weiterzuradln.
So ging es dann über die Dörfer immer leicht ansteigend auf Nebenwegen im Tal bis nach Heinersdorf, der Grenze zu Thüringen. Dort begann es leicht zu regnen. Weiter ansteigend fuhren wir immer einsamer durch lichten Wald auf schmalen, unbefahrenen Teerstraßen und später wieder etwas steiler auf größerer Straße zur Alexanderhütte (Tettau), mit mehr oder weniger Regen. Wir haben die ganze Zeit auf die richtig große Steigung gewartet, aber sie kam nicht - es ließ sich immer gut fahren, wenn auch immer bergauf. Nach Tettau ging es teilweise auf Feldwegen zum Rennsteig.
Dort lag eine fast dichte Schneedecke - uns war aber durch den Aufstieg recht warm und unsere Regenkleidung war dicht. Nach weiteren 8 km, die wir nicht auf dem verschneiten Radlweg, sondern auf der Straße daneben fuhren, erreichten wir nach ca. 75 km und gut 5 Std. Fahrzeit unser Ziel Steinbach am Walde. Dort haben wir wieder sehr gut im Hotel Rennsteig übernachtet.

Zwischen Altenkunstadt und Hochstadt
Am Rennsteig im Schnee
Trotzdem ging's hinterher nochmal bergauf
   

Am Ostersonntag gab es wiederum ein sehr gutes Frühstück, diesmal für jeden noch einen selbstgebackenen Osterhasen-Keks. Der Himmel war wolkenlos.
Wir fuhren erst auf Landstrassen bergauf Richtung Ziegelhütte; ab der Ziegelhütte folgt ein langes Wegstück auf Forstwegen. Zuerst noch weiter bergan, dann auf gleicher Höhe bleibend, auf einem kurzen Teilstück haben Forstfahrzeuge den Weg stark beschädigt, dann folgt eine lange, wunderschöne, abwechslungsreiche Abfahrt nach Tschirn. Meistens durch lichten Wald, im Talgrund ein Bach, mal an einem See entlang.
Nach Tschirn fuhren wir weiterhin größtenteils bergab auf Landstraßen bis zur Hubertushöhe, ab dort weiter auf einem guten Forstweg, bis wir in Steinwiesen wieder ungefähr auf der Höhe von Kronach ankamen. Im Rodach-Tal radelten wir auf Radlwegen am Wald entlang bis Marktrodach. Hier verließen wir die Obermain-Frankenwald-Tour und fuhren auf einem Teilstück des Rodachtal-Radweges über die Dörfer nach Kronach, das wir gerade vor 24 Stunden Richtung Steinbach verlassen hatten.

Das erste Stück im Wald nach der Ziegelhütte
Das Wüten der Waldarbeiter - und wohin jetzt (s. unten)?
Abfahrt Richtung Tschirn
Altstadt und Veste von Kronach
   

Nach dem Mittagessen in Kronach sind wir auf der Main-Coburg-Tour weitergefahren, d.h. das Teilstück bis kurz hinter Gundelsdorf kannten wir schon - danach trennten sich die beiden Radwege. Am Anfang war die Landschaft noch ziemlich hügelig, abwechselnd Forstwege und Landstraßen, bis nach Mitwitz, wo wir uns das Mitwitzer Wasserschloß anguckten.
Anschließend radelten wir größtenteils auf Radwegen über die Felder Richtung Neustadt b. Coburg, dort wechselt die Fahrtrichtung und nach 94 km und knapp 6 Std. Fahrzeit kamen wir in Coburg an. Hier sind wir nicht ganz der Main-Coburg-Tour gefolgt und haben die bestimmt sehr schöne Fahrt nach Coburg über Bad Rodach aus Zeitgründen nicht gemacht, sondern sind direkt von Rödental nach Coburg gefahren. Wir mieteten uns im ersten Hotel, das wir sahen, ein.
Abends hatte wir gerade noch genug Zeit, uns die Veste anzugucken (das große Tor schließt um 19 Uhr) und bummelten anschließend durch die Altstadt.

Trennung von Obermain-Frankenwald und Main-Coburg Tour
Mitwitzer Wasserschloß
Im Innenhof des Mitwitzer Wasserschlosses
Zu Ostern sind viele Brunnen geschmückt Im Park oberhalb des Schloßes Schloß Ehrenburg in Coburg Veste von Coburg im Abendlicht In der Veste In der Veste Marktplatz von Coburg bei Nacht
   

Am Ostermontag genossen wir zuerst das ausgezeichnete Frühstück im Hotel. Wieder war der Himmel wolkenlos und es war auch morgens schon schön warm. Anschließend fuhren wir in die Altstadt, um noch ein paar Photos zu machen und begannen dann das letzten Teilstück unserer Radltour.
Die erste Hälfte führt größtenteils durch Felder und Wiesen auf wenig befahreren Straßen über die Dörfer, mit einigem auf und ab. Am Weg liegt auch das Tambacher Schloß mit seinem Wildpark und das schöne alte Städtchen Seßlach und es gibt immer was zu sehen.
Die Strecke wird anschließend etwas flacher, die Landschaft weniger hügelig, es macht Spaß, zum Abschluß mit wenig Anstrengung im Sonnenschein dahinzurollen. Fast bis nach Bamberg hinein verläuft der Radweg auf Nebenstraßen, zum Schluß durch Schrebergärten und nach 63 km und 3 3/4 Std. Fahrtzeit erreichen wir den Bahnhof in Bamberg.
Regionalzüge nach Nürnberg verkehren im Stundenrhythmus, auch der Anschluß nach München klappt problemlos. Regionalzüge sind zwar nicht die schnellsten, aber dafür konnten wir die Vorteile des Bayern-Tickets ausnutzen. Kurz nach 18 Uhr erreichten wir München - nach einem wunderschönen langen Osterwochenende.

Im Zentrum von Coburg
Im Zentrum von Coburg
Das Schloß von Tambach
Zwischen Seßlach und Rattelsdorf
   

Uns beiden hat die Tour sehr gut gefallen. Beide Touren sind so angelegt, daß man kein Sportler zu sein braucht, um die Fahrten geniessen zu können.
Wir haben allerdings trotzdem mehr Wert auf zügiges Radfahren gelegt und viele Sehenswürdigkeiten links liegen lassen. Die Tour ließe sich ohne Probleme auf eine Woche ausdehnen, wenn man die Besichtigungstips der Tourenbeschreibungen wahrnimmt. In diesen Tourenbeschreibungen befinden sich ausserdem ein Höhenprofil, Telefonnummern der Verkehrsämter, einige Übernachtungsadressen und Karten-Empfehlungen.

Neben den Tourenbeschreibungen haben wir nur die Deutsche Radtourenkarte (BDR) 1:100000 Blatt 29 dabeigehabt - beides zusammen war vollkommen ausreichend. Die Tour ist insgesamt sehr gut und konsistent ausgeschildert, an fast jeder Strassenecke weisen die Tour-Logos den Weg. Die Tour kann zwar in beiden Richtungen befahren werden, die Etappe Kronach - Steinbach - Tschirn würde ich jedoch ungern in der entgegengesetzten Richtung fahren.
Es gibt sehr viele kleine Landstraßen und Radwege abseits, über die die Touren führen; nur selten wird der Radweg entlang einer Hauptstrasse genutzt. Die Tour führt auch häufig auf guten Forstwegen entlang, was uns sehr gut gefallen hat.

Zur ausgezeichneten Ausschilderung gab es jedoch 2 Ausnahmen:

  • direkt nach Steinbach am Walde weisst der Wegweiser geradeaus Richtung Hasslach, wir wussten jedoch anhand der Karte und der Beschreibung, daß wir Richtung Ziegelhütte fahren müssen, d.h. links abbiegen. Wir wurden auch dadurch bestätigt, dass wir einen Wegweise entdeckten, der aus der Richtung Ziegelhütte kommend den Weg wies
  • kurze Zeit später im Wald nach dem höchsten Punkt der Tour waren umfangreiche Waldarbeiten durchgeführt worden, an einer Wegkreuzung waren sämtliche Bäume gefällt. Zuerst fuhren wir geradeaus weiter, nach kurzer Zeit endete der Weg jedoch. Richtig erwies es sich nach rechts abwärts zu fahren, nach ca. 200 m trafen wir auf eine erneute Wegkreuzung mit Wegweisen

Wir haben diese Tour zwar an Ostern durchgeführt, ich könnte sie mir aber etwas später im Frühling noch schöner vorstellen. Auf den Höhen des Frankenwaldes war es noch sehr winterlich, fast noch keine Knospen und Blüten. Dafür hatten wir bei der Quartiersuche keine Probleme und auf den Radwegen war auch nicht viel los.

An dieser Stelle möchte ich besonders herzlich dem Forum Zukunft Oberfranken e.V. danken (erreichbar über die entsprechenden Seiten des ADFC Bayern - Oberfrankentouren), die es ermöglichten, uns die Tourenbeschreibungen noch vor Ostern zu schicken, obwohl sie eigentlich nicht mehr vorrätig sind und gerade nachgedruckt werden.

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Letzte Änderung am 29.06.2003
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